VorbereitungAutor: Manfred SodiaJuni 20265 Min. Lesezeit

Vorbereitung für das Architektur-Shooting in Wien

Ein kompakter Staging-Leitfaden für die perfekte Präsentation von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Warum die Vorbereitung über den Erfolg Ihres Architektur-Shootings entscheidet

Ein perfektes Architekturfoto entsteht nicht erst in der Kamera – es beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung des Objekts. Bei hochauflösenden Aufnahmen und feiner Lichtinszenierung wird jedes noch so kleine Detail sichtbar. Unordnung, Staub oder unvorteilhaft platzierte Gegenstände können die Wirkung eines Raumes massiv beeinträchtigen. Professionelles „Staging“ sorgt dafür, dass die Architektur, die Linienführung und die Lichtstimmung ohne störende Ablenkungen im Vordergrund stehen.

Innenräume: Sauberkeit und Minimalismus als Schlüssel

Für Innenaufnahmen gilt die goldene Regel: Weniger ist mehr. Räume wirken größer, eleganter und einladender, wenn sie minimalistisch präsentiert werden. Hier sind die wichtigsten Schritte zur Vorbereitung:

  • Grundreinigung: Alle Oberflächen, insbesondere Glas- und Spiegelflächen, müssen makellos sauber sein. Staub, Fingerabdrücke und Schlieren sind auf den hochauflösenden Vollformat-Aufnahmen sichtbar.
  • Persönliche Gegenstände entfernen: Um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, sich den Raum selbst anzueignen, sollten persönliche Dinge wie Familienfotos, Zahnbürsten im Bad, Duschgels, Kleidung oder Spielzeug verstaut werden.
  • Kabelmanagement: Sichtbare Kabel von Fernsehern, Lampen oder Computern stören die Symmetrie. Ziehen Sie Stecker ab und verstecken Sie Kabel so gut wie möglich hinter Möbeln.
  • Dekoration gezielt einsetzen: Nutzen Sie dezente Deko-Elemente, um Akzente zu setzen. Ein frischer Blumenstrauß auf dem Esstisch, eine stilvoll drapierte Obstschale in der Küche oder ein aufgeschlagenes Buch auf dem Beistelltisch wirken einladend und lebendig.

Außenbereiche: Der erste Eindruck zählt

Die Außen- und Fassadenaufnahmen präsentieren das Gebäude in seiner Umgebung. Auch hier müssen Störfaktoren minimiert werden:

  • Fahrzeuge umparken: Stellen Sie sicher, dass keine Autos, Fahrräder oder Motorräder direkt vor dem Gebäude oder auf den zu fotografierenden Stellplätzen parken (außer sie sind Teil der Inszenierung).
  • Garten- und Landschaftspflege: Der Rasen sollte frisch gemäht, Laub entfernt und Mülltonnen außer Sichtweite gebracht werden. Gartenmöbel sollten sauber ausgerichtet und eventuell mit passenden Kissen dekoriert sein.
  • Bauarbeiten und Schilder: Planen Sie das Shooting erst, wenn mögich, nach dem vollständigen Abschluss aller Bauarbeiten. Temporäre Schilder, Baustellenabsperrungen oder Werkzeuge sollten entfernt werden.

Licht und Haustechnik: Vorbereitung am Shooting-Tag

Als Fotograf arbeite ich mit selektiven Belichtungsreihen (Bracketing) und nutze das natürliche Tageslicht. Dennoch sind künstliche Lichtquellen ein wichtiges Gestaltungsmittel:

Stellen Sie sicher, dass alle Leuchtmittel (Glühbirnen, Halogenstrahler, LED-Leisten) funktionstüchtig sind und idealerweise die gleiche Farbtemperatur (Warmweiß) aufweisen. Am Tag des Shootings sollten alle Jalousien, Vorhänge und Rollläden vollständig geöffnet werden, um ein Maximum an Tageslicht in die Räume zu lassen. Schalten Sie für das Shooting alle Lichtquellen ein – das sorgt für eine behagliche, dreidimensionale Lichtstimmung.

Tipp für Bauträger und Architekten:Sprechen Sie den Ablauf rechtzeitig mit den Mietern oder Eigentümern ab. Ein kompakter Handzettel vorab stellt sicher, dass das Objekt zum vereinbarten Termin bezugs- und aufnahmebereit ist.
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